Corona-Informationen
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Schlussbescheide bei Überbrückungshilfen ohne Unterschrift gültig
Das VG Berlin hat entschieden, dass für die wirksame Zustellung eines Schlussabrechnungsbescheids bei den Corona-Überbrückungshilfen keine handschriftlich unterschriebene Urschrift erforderlich ist. Die Namenswiedergabe genügt.
BFH: Rückwirkender Widerruf eines Bewilligungsbescheids kein rückwirkendes Ereignis
Die Niedersachsen-Soforthilfe Corona ist eine steuerbare und steuerpflichtige Betriebseinnahme. Wird ein Bewilligungsbescheid für einen solchen Liquiditäts- bzw. Aufwandszuschuss zum Gewährungstag widerrufen und der Zuschuss zurückgezahlt, liegt hierin kein rückwirkendes Ereignis für das Jahr der Bewilligung und Vereinnahmung.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: VGH Kassel weist bei Dezemberhilfe Klage einer Einzelhändlerin ab
Der VGH Kassel hat entschieden, dass Einzelhändler keinen Anspruch auf Dezemberhilfe haben, da sie erst ab dem 16.12.2020 schließen mussten. Die Entscheidung wirft Fragen auf und zeigt, warum es wichtig ist, in Klageverfahren der Novemberhilfe, Dezemberhilfe und Überbrückungshilfe Beweisanträge zu stellen.
BFH: Verspätungszuschlag und Corona-Krise
Die im Zuge der Corona-Pandemie für das Jahr 2019 durch Art. 97 § 36 EGAO gesetzlich verlängerten Fristen des § 149 Abs. 3 AO sind auch für die Festsetzung von Verspätungszuschlägen nach § 152 Abs. 2 Nr. 1 AO zu beachten. Die Fristverlängerung durch das EGAO ist keine Fristverlängerung i. S. des § 152 Abs. 3 Nr. 1 AO.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: EU-Beihilferecht kein Problem: Autohaus gewinnt Klage bei Überbrückungshilfe IV
Das VG Gelsenkirchen hat die Ablehnung von Überbrückungshilfe IV für einen Autohaus-Unternehmensverbund für rechtswidrig erklärt und sich damit gegen den Trend in NRW gestellt. Die Bewilligungsstelle hatte bei der Prüfung der Coronabedingtheit schwere Ermessensfehler begangen.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: VG Schleswig bestätigt: Versäumte Endabrechnungsfrist kostet Neustarthilfe
Das VG Schleswig hat klargestellt, dass die Frist zur Einreichung der Endabrechnung bei der Neustarthilfe als materielle Ausschlussfrist zu behandeln ist. Das bedeutet: Wird die Frist versäumt, erlischt der Anspruch auf die Förderung vollständig ? und bereits ausgezahlte Beträge sind zurückzuzahlen.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Fristversäumnis bei Neustarthilfe führt zu Rückforderung
Das OVG Münster bestätigt in einem aktuellen Beschluss: Wer die Endabrechnung der Neustarthilfe nicht fristgerecht über das Online-Portal einreicht, verliert den gesamten Förderanspruch. Auch EU-beihilferechtliche Gründe stehen einer nachträglichen Bewilligung entgegen.
Grundsicherung: Entwicklung der Widerspruchs- und Klagezahlen in Jobcentern 2025
Im Jahr 2025 stieg die Anzahl der Widersprüche und Klagen im Zusammenhang mit der Grundsicherung an. Die Widerspruchsquote in den gemeinsamen Einrichtungen der Jobcenter liegt bei etwa 2,1 Prozent, während die Klagequote unverändert bei 0,2 Prozent blieb.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: VG Köln hält Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfen für EU-rechtswidrig
Zwei Urteile des VG Köln vom 5.12.2025 stellen die Rechtmäßigkeit eines Großteils der Corona-Wirtschaftshilfen grundsätzlich in Frage. Über 58 Mrd. EUR stehen auf dem Prüfstand. Die Begründung: Pauschale Umsatzausfallkompensation statt zugelassener Liquiditätshilfe.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Unternehmensrestrukturierungen während Corona-Hilfe-Schlussabrechnungen
Die Restrukturierung eines Unternehmens während laufender Corona-Überbrückungshilfe-Schlussabrechnungsverfahren birgt erhebliche rechtliche Risiken, die von der vollständigen Rückforderung der Hilfen bis zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit nach § 264 StGB reichen können.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Coronahilfe Profisport wird grundsätzlich in Frage gestellt
Das VG Köln hat erstmals die grundsätzliche Vereinbarkeit der Coronahilfe Profisport 2021 mit dem EU-Beihilferecht in Frage gestellt. Das Gericht sieht eine fundamentale Diskrepanz zwischen dem, was die Förderrichtlinie vorsah, und dem, was die zugrundeliegenden Bundesregelungen gestatteten.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: EU-Beihilferecht als Rückforderungsgrund bei Corona-Wirtschaftshilfen
Das OVG Münster hat entschieden, dass die Gewährung von November- und Dezemberhilfen gegen EU-Beihilferecht verstoßen kann, wenn die bewilligte Summe deutlich über dem zur Liquiditätssicherung Erforderlichen liegt.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Auslandsumsätze bei November- und Dezemberhilfe in der Schlussabrechnung
Bei der Prüfung der indirekten Betroffenheit stellt sich die Frage: Dürfen Auslandsumsätze in die 80-Prozent-Quote einbezogen werden? Die Antwort überrascht manchen Praktiker und kann in Schlussabrechnungsverfahren existenzgefährdend werden.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: VG Gelsenkirchen kippt FAQ-Stichtag bei Überbrückungshilfen
Das VG Gelsenkirchen hat eine Entscheidung getroffen, die das Fundament der bisherigen Verwaltungspraxis bei den Überbrückungshilfen jedenfalls in NRW erschüttern könnte.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Einzelunternehmer müssen laut VG Wiesbaden alle Tätigkeitsfelder zusammenrechnen
Das VG Wiesbaden hat entschieden, dass Einzelunternehmer mit mehreren Geschäftsbetrieben alle Umsätze konsolidiert betrachten müssen. Die Entscheidung bestätigt die harte Linie der Bewilligungsstellen in der Schlussabrechnung.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Keine "ausschließliche" Coronabedingtheit bei Überbrückungshilfe III erforderlich
Das OVG Münster hat eine Rechtsauffassung des VG Düsseldorf im Fall des Fußball-Vereins Fortuna Düsseldorf weitgehend bestätigt. Der Hinweisbeschluss zeigt: Die Verwaltungspraxis in NRW unterstellte bei der Überbrückungshilfe III die Coronabedingtheit grundsätzlich auch dann, wenn die Umsatzeinbrüche nicht "ausschließlich" coronabedingt waren.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: VG Düsseldorf verschärft beihilferechtliche Problematik bei Überbrückungshilfen
Das VG Düsseldorf hat in zwei aktuellen Urteilen die beihilferechtlichen Anforderungen für Überbrückungshilfen verschärft. Die Entscheidungen stehen im Widerspruch zur EuGH-Rechtsprechung und werfen grundsätzliche Fragen auf.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Wenn die Bewilligungsstelle den prüfenden Dritten anzweifelt
In den Schlussabrechnungsverfahren der Überbrückungshilfen mehren sich Fälle, in denen Bewilligungsstellen die Rolle des prüfenden Dritten grundsätzlich infrage stellen. Besonders betroffen sind Steuerberater mit Beteiligungen am antragstellenden Unternehmen oder mit familiären Verbindungen zum Antragsteller. Was können Betroffene tun?
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Verschärfung des nachträglichen Unternehmensverbunds in der Schlussabrechnung
Bei den Schlussabrechnungen der Corona-Überbrückungshilfen zeigt sich derzeit ein besorgniserregender Trend: Bewilligungsstellen, allen voran die NBank in Niedersachsen, stellen nachträglich Unternehmensverbünde fest ? auch in Fällen, in denen dies bei der ursprünglichen Antragstellung nicht thematisiert wurde.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Höheres Haftungsrisiko wegen Mitwirkungspflichten bei Überbrückungshilfen
Das VG Gelsenkirchen hat klargestellt, dass Unternehmen ihre Mitwirkungspflichten durch prüfende Dritte erfüllen müssen. Versäumnisse führen zur vollständigen Ablehnung ? mit direkten Folgen für Schlussabrechnungsverfahren.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: VG Düsseldorf stärkt Rechte von Antragstellern bei Corona-Überbrückungshilfe
Das VG Düsseldorf hat entschieden, dass Bewilligungsstellen bei der Überbrückungshilfe IV alternative Nachweise nicht ohne sachlichen Grund ablehnen dürfen. Das Urteil gibt wichtige Impulse für bundesweite Verfahren.
BMWE: Abschlussbericht zur Evaluation der Corona-Wirtschaftshilfen des Bundes
Die Prognos AG und das ZEW haben den Abschlussbericht des ersten Teils der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführten Evaluation der Corona-Wirtschaftshilfen vorgelegt.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Formfalle E-Mail: Vorsicht bei Widersprüchen gegen Überbrückungshilfe-Bescheide
Das VG Hamburg hat klargestellt, dass ein per einfacher E-Mail erhobener Widerspruch formunwirksam ist. Diese Rechtsprechung betrifft auch Überbrückungshilfen. Steuerberater müssen aufpassen, um Haftungsrisiken zu vermeiden.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Digitale Bescheide: Pflichten für prüfende Dritte bei Coronahilfen
Das VG München zeigt in einem Urteil zur Überbrückungshilfe III die Fallstricke der digitalen Bekanntgabe auf. Steuerberater müssen bei elektronischen Verfahren besondere Sorgfalt walten lassen ? die Weiterleitung an Mandanten liegt allein in ihrer Verantwortung.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: E-Mail-Zugang bei Coronahilfen: Beweislast liegt bei der Behörde
Das Verwaltungsgericht Düsseldorf stärkt die Position von Antragstellern bei Coronahilfen: Bewilligungsstellen müssen den Zugang ihrer E-Mails nachweisen. Was bedeutet das für Ihre Praxis?
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Wahlrechte und Sachverhaltsinformationen spätestens im Schlussabrechnungsverfahren
Wer Wahlrechte bei Corona-Hilfen nicht rechtzeitig ausübt, verliert sie endgültig. Gleiches gilt für Sachverhaltsargumente. Das VG Düsseldorf zeigt in seinem aktuellen Urteil, dass es nach dem Schlussbescheid zu spät dafür ist.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: VG Hamburg widerspricht OVG Münster: Überbrückungshilfen auch nach Juni 2022 möglich
Das VG Hamburg stellt sich gegen die umstrittene Rechtsprechung des OVG Münster und folgt stattdessen dem EuGH. Überbrückungshilfen können demnach auch gewährt werden, wenn der "Befristete Rahmen" der EU-Kommission schon ausgelaufen ist.
Entlassungen: Wann sind betriebsbedingte Kündigungen möglich?
Die wirtschaftliche Situation bleibt derzeit für viele Unternehmen weiter schwierig. In der Folge kommt es immer wieder zu Entlassungen. Doch unter welchen Voraussetzungen sind betriebsbedingte Kündigungen rechtlich durchführbar? Können auch Unternehmen in Kurzarbeit betriebsbedingte Kündigungen aussprechen?
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: EuGH stellt klar: Corona-Beihilfen gelten bei rechtswidriger Versagung als gewährt
Der Europäische Gerichtshof hat in einem wegweisenden Urteil entschieden, dass Corona-Beihilfen bereits zum Zeitpunkt der rechtswidrigen Ablehnung als gewährt gelten. Diese Entscheidung steht in direktem Widerspruch zum Beschluss des OVG Münster vom 1.7.2025 und schafft Klarheit für tausende betroffene Unternehmen.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Corona-Soforthilfen: Rückforderungswelle rollt ? was Betroffene jetzt wissen müssen
Tausende Unternehmen erhalten derzeit Rückforderungsbescheide für Corona-Soforthilfen aus 2020. Die Behörden prüfen nachträglich die Fördervoraussetzungen ? oft mit überraschendem Ergebnis. Welche rechtlichen Angriffspunkte bestehen und wann sich Gegenwehr lohnt, beleuchtet dieser Artikel.
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